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Besonderheiten

Die Besonderheiten des Sturm-Archehofes sind die vom aussterben bedrohten Nutztierrassen. Das Amphibiengewässer, das Biotop, der Literaturweg durch den alten Grauerlenwald entlang der Möll, Das Künstlerblut in den Adern der Familie, die Bücher der Bäuerin Angelina Pucher.

Das Besondere aber ist, dass all diese Vielfalt auf einem Betrieb anzutreffen ist.

Amphibiengewässer, Biotop, Literaturweg durch den Grauerlenwald

Im Juni 2004 wurde zusammen mit dem ARGE Naturschutz ein ca. 400m² großer Teich ausgehoben. Umgeben vom Zusammenfluss von Gößnitz und Möll, von einem Artenreichen Biotop, dem alten Grauerlenwald und blühenden Wiesen.
Das Amphibiengewässer wird nur vom Grundwasser gespeist und ist in der Mitte ca. 1,80m tief, mit einer flachen Uferzone für Qualquappen und spielende Kinder. Ein kleiner Quellbach, der im hinteren Teil des Biotops entspringt schlängelt sich durch die Feuchtwiesen und beherbergt kleine Bachforellen und viele andere Insekten und Amphibien.

Für das Projekt „Amphibiengewässer auf dem Sturm-Archehof“, bekam die Familie Pucher im Sommer 2005 das Lebensraum Wasserzeichen, eine Auszeichnung der Landesregierung Kärnten. Zu diesem Projekt gehört auch der Literaturweg durch den alten Grauerlenwald mit Texten aus Angelina Puchers Büchern. Dieser Literaturweg führt uns zum Amphibiengewässer und zum Biotop und rundet die Archhof-Führung ab.

Im Unterwuchs des Wäldchens finden wir die leuchtend gelbe Sumpfdotterblume, die den Frühling im Auwald ankündigt. Verschiedene Farne prägen im Sommer das Erscheinungsbild. Sitzmöglichkeiten laden zum Ruhen, Verweilen oder einfach nur zum „Naturfühlen“ ein.
Das Biotop ist ein kostbares Kleinod, wie es in Jahrhunderten gewachsen ist und in seiner Vielfalt und Schönheit erhalten geblieben ist. Verschiedene Orchideenarten verwandeln die Feuchtwiese in ein violett leuchtendes Blütenmeer und einen Monat später steht die Wiese im Flaum des Wollgrases da. Mähdesüß und die Kohldistel wachsen hier ebenso wie der fleischfressende Sonnentau. Der kleine Quellbach, der Biotop, Amphibiengewässer und den Auwald durchwandert, ist „Kinderstube“ für viele kleine Bachforellen geworden. Vielleicht ist hier sogar noch die Urforelle anzutreffen, wer weiß?

Himbeeren, die Paarbeere und Vogelbeeren sind die Früchte des Herbstes. Die Möll singt leiser ihr unvergängliches Lied. Die Natur bereitet sich vor auf eine tiefe und lange Winterruhe, unten beim Grauerlenwald, beim Amphibiengewässer und Biotop. Dicke Rauhreifblätter zieren die kahlen Bäume und Farne und hüllen die stillen Langläufer in eine Traumwelt.


Das Gleichgewicht

Unserem Zweckdenken
Haben wir das Gleichgewicht
Der Natur geopfert.
Ich träume von Zeiten,
in denen auch das Zweckfreie
seine Berechtigung hat,
weil wir erkennen,
dass unsere Wertung
kurzsichtig war
und vieles
zerstört hat.

Irgendwann
Wird eine aufgehende Sonne,
ein Sternenhimmel,
ein Mensch bei der Arbeit,
eine Familie,
ein rauschender Bach,
ein Lächeln
wieder zum Sinnbild
des Friedens.

Irgendwann
Werden wieder Wiesen blühen,
von einer Vielfalt,
wie am dritten Schöpfungstag.

(Aus dem Buch: In deine Hände lege ich meinen Geist, Angelina Pucher, Heyn Verlag Klagenfurt)




„Alles was an meinem Wegrand wächst, gedeiht, blüht und mir begegnet, hat einen Sinn.
Es ist nicht zufällig dort gewachsen, sondern es ist dort gewachsen, weil ich ihm begegnen sollte.“

Dieser Text macht den Anfang des Literaturweges.





Sitzmöglichkeiten laden zum Ruhen, Verweilen oder einfach nur zum „Naturfühlen“ ein. Sich selbst zu einem Element in der Natur machen. Deshalb steht auch auf der Bank die tief im Auwald steht, mit Blick auf den Zusammenfluss von Möll und Gößnitz :

Ich habe mich völlig verloren in der Natur, und finde mich wieder als ein Teil davon.

Der Sturm-Archehof, vor allem aber der Grauerlenwald, das Amphibiengewässer und Biotop ist ein Ort der Lebenskraft spendet, im Frühling, im Sommer, im Herbst und im Winter. Ein Ort, eingebettet zwischen sich vereinigenden Wasserläufen, zwischen steilen und hohen Bergen. Ein Ort noch intakter Natur.

Ein Lebensraum am Wasser, im Herzen des Nationalpark HOHE TAUERN.
 
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