Naturbeobachtungen · 18. Mai 2018
Joschua findet als kleiner Kindergartenbub eine Bürste am Weg. "Hab eine Bürste gefunden, darf ich sie schwimmen lassen?" Noch ehe ich etwas sagen kann, wirft er sie in hohem Bogen in die Bergbachfluten und schreit der fliegenden Bürste hinterher: "Schwimm bis ins Meer und putz den Haifischen und Walfischen die Zähne!"
Nach einem halben Jahr dürfen sie endlich wieder auf die Weide. Die Schafe und Ziegen. Der Frühling hat dem langen Winter das Zepter aus der Hand genommen und breitet sich mit leuchtendem gelb und weiß und saftigem grün aus. Dieses Frühlingserwachen, es tut dem Auge, der Seele, Mensch und Tier so wohl. Und er ist jedes Jahr neu, der Frühling und jedes Jahr kommt er mir noch schöner vor....
Einfach tanzen, mitten im Kleidergeschäft, weil die Musik gerade einen Takt spielt, der einen mitreißt. Oder schwimmen in einem Bergsee, der gefühlte Minus 3 Grad hat und vor Tagen noch zugefroren war. Leben in Fülle - weil das Leben dich ruft.
"Niemand weiß, was der morgige Tag für uns bereithält, denn jeder Tag hat seine guten und seine schlimmen Augenblicke. Unser Vermächtnis wird nicht sein, jenen, die die Erde einmal erben werden, zu sagen, was am heutigen Tag geschehen ist, das wird die Geschichte tun. Lasst uns also von unserem Alltag sprechen. Nur das interessiert künftige Generationen." (Aus Coelho "Die Schriften von Accra")
Sei absichtslos, such das Spiel. Vermeide Hintergedanken. Verschweige nichts. Sei schlau und lass dich ein.....