Zu Beginn des Sommers verabschiede ich meine Braunen Bergschafe und bitte Gott, dass er für 4 Sommermonate ihr Hirte ist. Es ist jedesmal ein dankbares Aufatmen, wenn wir sie im Herbst wohl genährt und mit Lämmchen im Bauch wieder Heim bringen. Eine Woche nach ihrer Rückkehr an den Hof beginnt die Lammzeit. Eine schöne Zeit, wo ich als Hirtin besonders gefordert bin. Geschenkte Zeit ist für mich, wenn ich mit den Schafen zusammen auf die Weide ziehe....
Naturbeobachtungen · 02. Oktober 2018
Der Sommer der vergeht, ist wie ein Freund zu dem man Lebewohl sagt. Ein Bilderbuchsommer hat uns ein gnädiger Gott geschenkt und uns und unsere Gäste, Kinder und Tiere wohl behalten hindurchgeführt. Erinnerungen werden geboren.... Erinnerungen an wunderbare Menschen die uns begegnet sind. Erinnerungen an soviel wachsen und blühen und Ernten dürfen. Erinnerungen an wunderschöne Feste und stille Momente in Dankbarkeit an einen Baum gelehnt unter dem Wasserfall.
Wendepunkt · 27. Juni 2018
Tanzimprovisation, die Heilkraft des Tanzes.... Toll, war es doch das, was ich als Jugendliche Magersüchtige, eingesperrt in meinem Zimmer immer tat. Einfach die Seele tanzen lassen. Wie konnte ich das nur vergessen?! Und glauben, nur gelernte Schrittfolgen im Arm eines netten führenden Mannes sei Tanz. Wirf deine Schuhe weg und tanze. Tauch ein in den Rhythmus des Lebens. Lass die Musik deinen Körper erobern und deine Seele.
Früh schon, da sitzt mein kleiner Bruder noch im Kinderwagen, ist bei uns Stürmerkindern das Kachelmoor zu unserem Mattiswald geworden, wie bei der Ronja Räubertochter. Und Graugnome gibt es da auch, ich habe sie selbst gehört und Frösche, ganz viele Frösche die sich beim Kachelmoor paaren, gibt es dort auch. Stunden verbringen wir in unserem Mattiswald und im Frühling grillen, brüllen, jauchzen... wir unseren Frühlingsschrei in diese, unsere kleine wundervolle Welt hinein.
In "Wir Kinder vom Sturm-Archehof - Das Leben geht weiter" möchte ich euch Geschichten aus meinem bisher noch unveröffentlichten Werk erzählen. Ich habe dieses Buch mit und im Namen meiner vier Legastheniker Kinder geschrieben. Und auch weil wir der Meinung sind, dass es solche Kinder nicht nur in Schweden bei Astrid Lindgren gibt (Die Kinder von Bullerbü), sondern auch in Österreich auf einem Bergbauernhof in Heiligenblut. Unser erstes gemeinsames Buch heißt: "Wir Kinder vom Sturm-Archehof".
Zeitlose Tage, das ist es, wofür es sich zu leben lohnt. Eintauchen in den Rhythmus des Lebens. Sich selbst zu einem Teil in der Natur machen und die Heilkraft am eigenen Körper und tief in der Seele spüren. Einkehrtag auf dem Auszeithof am Fuße des Großglockners.
Naturbeobachtungen · 18. Mai 2018
Joschua findet als kleiner Kindergartenbub eine Bürste am Weg. "Hab eine Bürste gefunden, darf ich sie schwimmen lassen?" Noch ehe ich etwas sagen kann, wirft er sie in hohem Bogen in die Bergbachfluten und schreit der fliegenden Bürste hinterher: "Schwimm bis ins Meer und putz den Haifischen und Walfischen die Zähne!"
Nach einem halben Jahr dürfen sie endlich wieder auf die Weide. Die Schafe und Ziegen. Der Frühling hat dem langen Winter das Zepter aus der Hand genommen und breitet sich mit leuchtendem gelb und weiß und saftigem grün aus. Dieses Frühlingserwachen, es tut dem Auge, der Seele, Mensch und Tier so wohl. Und er ist jedes Jahr neu, der Frühling und jedes Jahr kommt er mir noch schöner vor....
Einfach tanzen, mitten im Kleidergeschäft, weil die Musik gerade einen Takt spielt, der einen mitreißt. Oder schwimmen in einem Bergsee, der gefühlte Minus 3 Grad hat und vor Tagen noch zugefroren war. Leben in Fülle - weil das Leben dich ruft.
"Niemand weiß, was der morgige Tag für uns bereithält, denn jeder Tag hat seine guten und seine schlimmen Augenblicke. Unser Vermächtnis wird nicht sein, jenen, die die Erde einmal erben werden, zu sagen, was am heutigen Tag geschehen ist, das wird die Geschichte tun. Lasst uns also von unserem Alltag sprechen. Nur das interessiert künftige Generationen." (Aus Coelho "Die Schriften von Accra")

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