Geschichten die das Leben schreibt

Wallfahrt nach Obermauern in Osttirol
Die Heiligenbluter Wallfahrt nach Obermauern findet jährlich am letzten Samstag im Juli statt. Heute gehe ich diesen Weg über drei Berge und fast 40 km nur in Gedanken mit. In Gedanken begleite ich die Pilgergruppe und kehre mit ihnen ein im Morgendämmern bei der Marienlärche auf der Trogalm. Ziehe mit den Mittagsglocken mit ihnen in Kals ein und sammle ich mich um 16 Uhr bei der Veits-Kapelle um im gemeinschaftlichen Gebet in Matrei und Obermauern einzuziehen zum Wallfahrergottesdienst.
Memento mori - Gedenke des Todes
Memento mori - Gedenke des Todes. Der Titel von meinem Jahresrückblick 2021. Des Todes zu gedenken ist in unserer Spaßgesellschaft sehr abhanden gekommen. Dass es einen selbst auch betreffen kann, heimlich aus dem Hinterhalt, erkennen wir oftmals zu spät. Corona hilft uns vielleicht ein klein wenig, auch unseren eigenen Tod wieder ins Bild, ins Bewusstsein zu rücken. Denn wir alle sind geboren um zu sterben. Dazwischen ist das große Geschenk des Lebens an uns.
Unser Miteinander steht und fällt mit der Wahrhaftigkeit
Schreiben ist seit jeher Ausdruck meines Seins. Wie andere meditieren, so schreibe ich. Im Schreiben wird einem so manches klarer. Im Schreiben lässt sich vieles ausdrücken, was sonst vielleicht ungesagt bleibt. Wir laden sie ein zu einem Tag des Schreibens, zu einer Heldenreise, wie es Claudia Dabringer, die Kursleiterin nennt. Claudia Dabringer ist freie Journalistin, Schreibpädagogin und Bloggerin und lebt in Salzburg.
Erfüll mit deinen Gnaden, Herr Jesus dieses Haus
Der Krieg hat es nicht geschafft, was in diesem Jahr Corona und der Dritte Lockdown schafft. Die Heiligenbluter Sternsinger dürfen nicht von Haus zu Haus gehen, um den Sternsingergruß für ein glückseliges, freudenreiches neues Jahr in die Häuser unseres kleinen Bergdorfes zu tragen. Seit ich in Heiligenblut lebe, hat für mich das neue Jahr erst mit diesem Sternsingergruß richtig begonnen.
Geschichten die das Leben schreibt · 24. September 2020
Für ein paar Wochen im Jahr dem Lärm der Stadt entfliehen und sich zu einem Teil in der Natur machen. Den Boden unter den nackten Füßen spüren, Tiere helfen zu versorgen, Heu machen helfen oder Kräuter sammeln gehen mit der Bäuerin. Und mit dem Knopfmacher kann man in der Werkstatt selbst Knöpfe machen oder Schwemmholz schleifen und kleine Kunstwerke bauen. Ein Urbedürfnis der Menschen, etwas zu schaffen was bleibt, eine Arbeit zu tun die Sinn macht und Freude. Ferien im Paradies....
Geschichten die das Leben schreibt · 13. September 2020
Kurz und Kostbar ist die Zeit des Sommers in den Bergen. Eine grenzenlose Weite und doch nur der schmale Grat zwischen dem letzten Schnee eines zögernden Frühlings und dem ersten Schnee eines allzu frühen Herbstes. Der Juli schenkt uns eine wunderbare Blütenpracht. Wir dürfen vieles willkommen heißen in diesem Sommer und müssen vieles ziehen lassen. Corona jedenfalls ist geblieben und begleitet uns auch in die nächste Jahreszeit.
Corona - aber der Frühling kennt keine Quarantäne Grenzen. Er lässt sich nicht aufhalten und zieht Jahr für Jahr, mit oder ohne Corona ins Land, denn die Natur braucht uns Menschen nicht. Die Welt hat eine Vollbremsung gemacht und mehr denn je danke ich meinem Mut, den ich vor über 30 Jahren hatte, als ich alles aufgab um Bäuerin zu werden. Corona, wenn es so bleibt wie es gerade ist hat mir mehr gegeben wie genommen.
Geschichten die das Leben schreibt · 24. November 2019
Seit ich denken kann ist die Bewahrung der Schöpfung und ein achtsamer Umgang mit ihr fest in meinem Leben verankert. In den ersten Kontaktwochen der Diazöse im oberen Mölltal sitze ich im voll gefüllten Nationalparkhaus an der Seite einer Brasilianerin, Dr. Zierl, dem Bischof und dem Schöpfungsbeauftragten. Ein Jahr davor haben wir das erste Schöpfungsfest auf dem Sturm-Archehof gefeiert. Wir alle wissen, dass wir nur eine Erde haben. Und trotzdem...
Ostern ist, mit tiefer Freude und ruhiger Gelassenheit, den Ernst des Lebens zu feiern. Ich schreibe einer Frau, die ich vor 10 Jahren auf unserem Schöpfungsfest kennen gelernt habe eine Antwort auf ihren Osterbrief.....
Eintauchen in eine Welt voller kleiner alltäglicher Wunder und sich zu einem Teil in der Natur machen. Im Herbst das gold der verfärbten Lärchenwälder, die Tautröpfchen in den Spinnweben auf den Grashalmen, und jetzt im Winter das glitzern des Schnees im Vollmond und das Erwachen eines neuen Morgens, wenn es über Nacht geschneit hat und sich unsere kleine Welt im reinweißen Kleid zeigt. Ich brauche dieses ausweichen in die Menschenleere, wie mein täglich Brot, um Mensch sein zu können.

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